barKULTUR

Wir lieben Bars und sind immer auf der Suche nach netten, coolen, entspannten, hippen oder einfach nur gemütlichen (Hafen)Bars. Hier zeigen wir euch unsere Geheimtipps in denen wir uns auf unserer Tour so richtig zu Hause gefühlt haben.

Dingi Dock – Culebra / Spanish Virgin Islands

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Die British Virgin Islands kennt fast jeder Segler. Knappe 30 Seemeilen neben dem größten Charterrevier der Welt liegen die Spanish Virgin Islands. Eine Inselgruppe, die etwas Abseits der „normalen“ Routen, im Lee der übrigen Virgin Islands liegt. Dies ist wohl der Grund wieso das Archipel von Chartercrews gemieden wird. Für Segler auf dem Weg nach Puerto Rico, die Dominikanische Republik oder Kuba ist Culebra, die Hauptinsel, aber ein idealer Zwischenstopp. Direkt an der Lagune Ensenada Honda liegt das Dinghy Dock Bar & Restaurant. Für uns, nach knapp einem Jahr auf Tour, der Inbegriff einer Seglerbar. Beim Dinghy Dock ist der Name Programm. Der Dinghy Steg IST die Barterrasse. Man bindet sein Beiboot quasi am eigenen Tisch fest. Die Besucher sind ausnahmslos Langfahrer oder Einheimische. Man sitzt direkt an der Bar oder an Tischen davor. Alles ist super familiär. Schon am zweiten Abend begrüßt uns die Bedienung mit „welcome back“. Die Drinks sind günstig und stark, die Bierauswahl groß und international. In der Happy Hour von drei bis sechs wird es voll am Dinghy Dock. Nicht nur am Steg, sondern auch an der Bar. Man kommt sofort mit anderen Seglern ins Gespräch. Vom Tresen hat man eine super Aussicht auf das eigene Boot in der Bucht, oder auf die über einen Meter langen Tarpoone (Knochenfische), die im kristallklaren Wasser an den Tischen vorbei schwimmen. Das Essen haben wir leider nicht probiert, es wurde uns aber von vielen bestätigt, dass es sehr gut sein soll. Wie überall in der Karibik ist die Lunch Karte deutlich günstiger als die Dinner Karte. Mittags gibt es hauptsächlich Bar Food. Burger, Sandwiches, Salate und Fingerfood. Abends gibt es alle Arten von Seafood aber auch Fleischgerichte.

 

 

Lagoonies – Simpson Bay / Sint Maarten

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Der holländische Teil von St. Martin ist nicht gerade für landschaftliche Schönheit oder sein karibisches Flair berühmt. Hauptattraktionen sind vielmehr die Duty Free Meile von Phillipsburg, der Strand hinter der Startbahn des Princess Juliana Flughafens und eine unüberschaubare Anzahl von Seafood Restaurants und Happy Hour Bars.

Wir haben fast eine Woche in der geschützten Simpson Bay Lagune verbracht und mit vielen befreundeten Crews die Bars und Restaurants rund um die Lagune getestet. Unsere Stammbar haben wir schon am ersten Abend gefunden. Das Lagoonies. Am Ende der Lagune genau zwischen Island Waterworld und Budget Marine. Der Ruf ist dem Lagoonies schon vorausgeeilt. Ein Segler den wir auf Antigua getroffen haben hat uns jedesmal von dem Laden vorgeschwärmt. Wir wurden nicht enttäuscht.

Zentrum des Lagoonies ist eine riesige Bar. Drumherum ein paar kleine Tische und Liegen im Freien. Auf der kleinen Bühne ist fast jeden Abend Live Musik. Acoustic, Reggae oder Open Mic Night. Pünktlich zur Happy Hour von fünf bis sechs ist der Laden brechend voll. Einen Tisch oder einen Platz an der Bar findet man trotzdem irgendwie immer. Das Publikum besteht ausnahmslos aus Seglern, größtenteils Langfahrer. Man markt, dass das Lagoonies genau dieses Publikum ansprechen möchte. Regelmässig gibt es Vorträge von Island Waterworld zum Beispiel zum Thema Pazifiküberquerung.

Auch den Getränkepreisen merkt man an, wer ins Lagoonies geht. Nicht nur für karibische Verhältnisse ist es hier unglaublich günstig. Das Bier kostet zwei Dollar, der Rumpunsch vier. In der Happy Hour sogar nur die Hälfte. Der Service ist großartig. Die Mädels von der Bar sind super freundlich und schnell. Selbst wenn der Laden richtig voll ist.

Es lohnt sich auch nach der Happy Hour etwas zu bleiben. Das Lagoonies hat eine kleine aber gute Speisekarte. Es gibt einen Mix aus typischem Barfood wie Burger und Wraps aber auch täglich wechselnde Fleisch und Seafood Gerichte.

The Loft – Roseau / Dominica

img_9149Ich hatte es mir ehrlich gesagt leichter vorgestellt über die besten Bars auf unserer Route zu berichten. Wir waren auf unserer Reise schon in vielen Bars und Cafés Stammgäste auf Zeit. Bisher gab es jedoch wenige die es würdig waren in den elitären Kreis der besten Seglerbars aufgenommen zu werden. Komischerweise waren es gerade die Bars mit den „großen“ Namen die uns enttäuscht haben. Ich habe das Gefühl viele der bekannten Bars  wie beispielsweise Basil´s Bar auf Mystique, leben nur noch von ihrem Ruf. Sie bieten schon lange nicht mehr das coole Ambiente, den besonderen Service oder die großartigen Drinks durch die sie berühmt wurden.

Aber zum Glück gibt es sie anscheinend noch. Coole Bars mit guten Drinks und besonderem Service. In denen die Souvenirshops nicht größer sind als der Tresen. Nach Dartmouth in England haben wir auf Dominica wieder eine Bar gefunden die unseren Kriterien für eine perfekte Seglerbar entspricht. The Loft in Roseau. Der Rum Punsch (Man over Board) wird jeden Tag frisch von der Besitzerin handgemischt und ist der Beste der Karibik. Mehr als drei und der Gang über den hauseigenen Dingi Steg (w/o Geländer) wird zur Herausforderung. Das Bier ist kalt. Die Flaschen beschlagen. Der Blick auf den Sonnenuntergang, grandios. Die Bedienung ist nett und herzlich. Neben leckeren Drinks gibt es auch eine kleine Karte mit Barfood. Burger, Wraps, Wings, Humus, …  . D. von der R.P.  bezeichnete den Burger als den besten den er seit langer Zeit gegessen hat. Ich kann das bestätigen.

Nach zwei Tagen auf Dominica sind wir Stammgäste.

The Dolphin – Dartmouth / UK

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Der River Dart und die kleinen Orte entlang des Flusses sind wunderschön. Leider auch sehr touristisch. Das merkt man spätestens wenn man mit dem Dingi von den Floating Pontons oder der Muringboje nach Dartmouth übersetzt. Ganze Busladungen an Tagestouristen Ü80 werden hier ausgeleert und überschwemmen den Ort zwischen 10 und 17 Uhr. Danach kehrt wieder Ruhe ein und es wird beschaulich. Auf der Suche nach einem Pub für das nachmittags Bier haben wir die Uferpromenade und die Hauptstrassen verlassen. In einer kleinen Gasse haben wir das „The Dolphin“ entdeckt. Das Wetter ist großartig. Die meisten Gäste sitzen auf dem Bürgersteig vor dem Pub. Auf Bierfässern oder einfach der Motorhaube des nächstbesten Autos. Die Regel „no glasses outside“ legt man hier gelassen aus. Den Charakter des Dolphin kann man nur schwer beschreiben. Irgendetwas zwischen Hafenarbeiter Pub und Seglerbar. Ebenso die Gäste. Hier treffen sich hauptsächlich die Locals. Fährkapitäne, Bootsvermieter, Fischer, Hafenarbeiter und Segler. Obwohl wir das erste Mal hier sind werden wir sofort herzlich empfangen und an der Bar in Gespräche verwickelt. Getrunken wird kaltes Bier und warmer Cider. Neben den „englischen“ Klassikern wie Stella Artois und Guiness gibt es eine große Auswahl an Craft Bier und Cider aus der Region des River Dart. Die Speisekarte. Typisches Pub Food. Burger, Sandwiches, Curry, Pies aber auch Muscheln und ein paar ausgefallenere Gerichte wie libanesisches Flatbread oder vegetarischen Falafel Burger mit Halumi. Deko Devise im Dolphin. Viel hilft viel. Flaggenalphabet an der Decke. Alte und neue Bilder, Medaillen, Plakate, Blechschilder an der Wand. Irgendwie passt aber alles zusammen und gibt dem Laden eine super Atmosphäre.

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