Johannas Tagebuch 14.05.-23.05.2017 Urlaub Zuhause

Der Flug ist angenehm und geht einigermaßen schnell vorüber. Ich schlafe sogar ein bisschen. Am Flughafen in Frankfurt werden wir überrascht. Nicht nur Stefans Eltern holen uns wie versprochen ab, sondern auch meine Schwester ist mit einem Freund gekommen. Mit Ballons und Blumen werden wir begrüßt. Wie schön! Wir fahren nach Hause und bestaunen den vielen Platz und die großen, weißen Wände. Um die Mittagszeit gibt es Sekt und Kuchen, den meine Mama für uns gebacken hat. Wir stehen in der Küche rum und erzählen. Man weiß kaum, wo man anfangen soll. Es ist unwirklich, nach so langer Zeit nach Hause zu kommen. Endlich die lieben Menschen wieder in den Arm nehmen zu können, anstatt nur abgehackt über Whatsapp zu telefonieren. Die Ankunft ist wunderbar, die Betten sind gemacht, es hängen frische Handtücher im Bad und die Heizung läuft. Was ein Luxus, wenn man einfach nach Hause kommen kann. Irgendwann lässt der Besuch uns alleine und wir räumen ein bisschen auf. Ich laufe im Garten rum und schaue was schon so wächst. Den Garten habe ich vermisst. Wäsche waschen steht auch auf dem Programm, ganz ohne Münzen und Tüten schleppen, einfach so im Keller. Abends gehen wir zum Griechen. Darauf freuen wir uns schon seit Wochen. Den letzten Gyros hatten wir in Scheveningen, das ist schon fast ein Jahr her. Später sitzen Stefan und ich noch lange auf der Couch, reden und freuen uns zu Hause zu sein.

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Herzliches Willkommen in Frankfurt
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Sogar der Hausflur ist dekoriert

Am nächsten Morgen werden wir erst um halb zwölf wach. Ich glaube ich habe noch nie so gut geschlafen wie in dieser Nacht. Das große Bett mit der guten Matratze, die flauschige Federdecke und Rollos vor den Fenstern, die kein Licht durchlassen. Nix schaukelt, quietscht oder jault. Gegen Mittag wollen meine Eltern hier sein. Es ist ja praktisch schon Mittag und eigentlich wollten wir vorher noch schnell was einkaufen. Wir springen also ins Auto von Stefans Mama, düsen zu DM und zum EDEKA und sind innerhalb von einer guten halben Stunde wieder da. Verrückt wie schnell das geht. Sonst war einkaufen schon mal ein tagfüllendes Programm. Wir sind rechtzeitig zurück um meine Eltern in die Arme zu schließen. Wir erzählen wieder, spazieren in den Ort und essen ein Eis. Abends gehen wir zu unserem Lieblingsitaliener um die Ecke und werden auch hier freudig begrüßt.

Die nächsten Tage sind genauso wunderschön. Das Wetter ist gut und wir fahren mit dem Fahrrad in die Stadt, treffen Freunde im Biergarten, am Rhein, oder im Brauhaus und grillen mit der Familie im Wintergarten. Ich tobe mich in der Küche aus und die Spülmaschine läuft mindestens einmal am Tag. Wir sähen Kürbisse im Garten, die wir dann im Herbst ernten können wenn wir wieder da sind. Nebenbei erledigen wir Bankgeschäfte, die Ablage der Post eines Jahres und sammeln die Unterlagen für die Steuererklärung zusammen. Samstags geht Stefan auf einen Junggesellenabschied, der zufällig genau in unsere Woche zu Hause fällt. Ich habe meine Schwester eingeladen und wir lassen es uns unter Mädels gut gehen, gehen Sushi essen und Gin Tonic trinken. Wir sind einfach rundum glücklich und genießen jeden Moment in der Heimat.

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Schwestern Zeit in der Sonne Darmstadts
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Gin Tonics in Darmstadt zum Ausklang eines super Mädelstages

Natürlich beschäftigen wir uns auch mit der Abfahrt Richtung England. Unsere Entladung ist für Mittwochmorgen avisiert und wir buchen einen Flug für Dienstagmittag. Von London müssen wir mit dem Zug weiter nach Southampton, wo wir uns eine günstige Pension besorgen. Einen Tag vor Abreise erreicht uns die Nachricht, dass die Schippersgracht doch früher kommt und wir schon Dienstagabend entladen. Unser Plan passt trotzdem noch, alles kein Problem. Kurz darauf stelle ich allerdings fest, dass unser Flug nicht nach Gatwick geht, von wo aus ich den Zugtransfer geplant habe, sondern nach London City Airport, der nicht ans Zugnetz angeschlossen ist. Wir müssen also erst in die Innenstadt und dann mit einem weiteren Zug nach Gatwick. Jetzt sind wir nervös und ich recherchiere wie wild im Internet um all unsere Optionen zu prüfen. Wenn wir nicht rechtzeitig zur Entladung da sind wird es teuer. Ich finde eine Verbindung die machbar erscheint und wir hoffen, dass die Züge in England verlässlicher sind als die Deutsche Bahn.

Wir packen unsere Taschen, arbeiten die Listen mit dem ab, was wir alles mit an Bord nehmen wollen. Den Pürierstab, den Heizlüfter, Kosmetika von DM und die Thermounterwäsche. Ich sauge nochmal durch und putze das Bad. Wir decken die Möbel wieder ab und bringen die restliche Wäsche in den Keller. Kühlschrank aus, Rollos runter und ab geht’s.

Alles ist pünktlich. Der Flug, das Taxi, die beiden Züge. Wir reisen von morgens halb elf bis abends um halb sechs. Dann geben wir unser Gepäck in der Marina ab, holen die Good Times im Hafen ab und machen sie am Steg in der Marina fest. Sie ist von aussen ziemlich dreckig und der Salon ist mit Dinghi und Zeug vollgestellt. Ausserdem ist es kalt. Die Pension ist gebucht, mit Frühstück. Wir schließen also ab und verbringen noch eine Nacht in einem richtigen Bett.

 

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Ein Gedanke zu “Johannas Tagebuch 14.05.-23.05.2017 Urlaub Zuhause

  1. Und nun? – Wir sind gespannt, wie es weitergeht (gegangen ist)!

    Rüdiger

    P.S.: wir haben unser Winterlager jetzt auch in der Klemens-Werft, sehen uns also im Herbst ganz bestimmt.

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