Johannas Tagebuch 27.01.-31.01.2017 Action auf Dominica, Teil 2

Es sind ein paar Stunden segeln nach Portsmouth. Wir haben alles, von Flaute bis zu 30 Knoten Wind und Regen. Es ist ein verrücktes Wetter hier in der Karibik. Die Bucht ist deutlich voller als in Roseau. Es sieht von See aus aber auch wirklich nett aus. Wir bekommen eine Boje in Nachbarschaft der anderen drei Boote, mit denen wir hierher gereist sind. Wirklich viel passiert nicht in diesen Tagen. Wir müssen uns noch erholen von den Ereignissen der letzten Woche und lassen es ruhig angehen. Wir schlendern durch das Dorf, das wirklich deutlich einfacher ist als Roseau, oder laufen ein bisschen an der Küste entlang.

Mein Geburtstag wird ein schöner Tag. Morgens bringt mir die Crew der Harmonie einen riesengroßen selbstgebackenen Zopf vorbei. Er ist sogar eingepackt. Ich freue mich total, ein super Geschenk und das Frühstück ist gesichert. So lecker. Mittags laufen Stefan und ich am Ufer entlang. Da sitzt ein Rasta Mann und knüpft Armbänder aus Baumsamen, die aussehen wie Perlen. Ich möchte ihm für 10 EC (ca. 3€) eins abkaufen. Leider kann er nicht wechseln und wir haben nur noch 1,5 EC in Kleingeld. Kurzerhand nimmt er die Münzen und schenkt mir sozusagen das Armband. For the good vibrations and lots of luck, sagt er. So ein netter Mensch, obwohl er kaum Schuhe an den Füssen hat. Ich fühle mich ein bisschen schlecht, aber er ist so gut gelaunt und herzlich, dass ich mich eigentlich nur freuen kann. Am Abend treffen wir uns mit den anderen Booten am Strand beim Rum Punsch. Heute ist auch noch die Stavast reingekommen, aus unserer Atlantik Flotte. Sie sind aus Belgien, haben zwei Kids und sind super nett. Später beim Essen malen sie mir süße Bilder als Geschenk zu meinem Geburtstag. Auch die Richard Parker hat sich was einfallen lassen. Ich bekomme ein hübsch verpacktes Geschenk mit… Wäscheklammern. Was eine super Idee! Auf dem Boot verliert man im Schnitt mindestens eine Klammer die Woche, da kommt Nachschub gerade recht. Und es sind auch noch die guten, festen und mit Antirutsch Gummi. Nach dem Essen verabschieden wir uns langsam alle aufs Boot und in die Koje.

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Selbstgebackener Zopf als Geburtstagsgeschenk – lecker

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Rum Punsch, mit Liebe gemacht
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Geburtstagsgang

Am nächsten Tag ist Sonntag und das traditionelle Sunday Night Barbeque der Bojenbetreiber steht an. Wir gehen in großer Runde und haben einen heiden Spaß. Es gibt super Essen, gegrillen Fisch und Chicken, tollen Reis und Salat. Und das Beste: Unlimited Rum Punsch. Das nutzen wir natürlich aus. Besonders Stefan. Nach dem Essen werden die Tische weggeräumt und wir tanzen alle Mann ausgelassen mit den Füßen im Sand. Irgendwann verabschiedet sich einer nach dem anderen. Wir hätten den letzten Punsch vielleicht auch lassen sollen. Auf dem Rückweg haben wir Mühe unser Boot wieder zu finden und an Bord zu kommen. Der nächste Tag ist dementsprechend. Die Richard Parker geht am nächsten Tag Richtung Iles de Saintes. Wir bleiben noch einen Tag und machen eine Bootstour auf dem Indian River mit der Stavast. Eddison, einer der Bojenbetreiber, rudert uns sechs auf seinem Boot den Fluss hoch. Es ist magisch. So still und friedlich. Hier wurde wohl auch etwas von Fluch der Karibik gedreht. Wir sehen die Hütte der Hexe aus dem zweiten Teil. Eddison erklärt uns viel über die Bäume und Fische im Fluss und wir sitzen entspannt im Boot und hören zu. Es ist schon Nachmittag und die Touristen sind weg. Die Bar am Ende des Flusses ist auch ein Highlight. Eine nette Mamma schenkt Rum Punsch aus, der es in sich hat. Eddison knackt eine Kokosnuss für uns und wir bekommen live-gebastelte Fische aus Palmenblättern. Wir haben alle Zeit der Welt und sind erst gegen halb sieben wieder auf dem Boot.

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Indian River Tour

Auch diese Tour in Dominica hat sich gelohnt. Da wir heute nicht mehr ausklarieren können verbringen wir den nächsten Tag auch noch auf Dominica. Wir machen eine kleine Wanderung durchs Hinterland, vorbei an Bananenstauden, Kakaobäumen und Rindern mitten auf dem Weg. Auf dem Rückweg treffen wir den Bauern, dem die Rinder gehören. Wir stellen uns während eines Regengusses gemeinsam unter und erfahren viel über die lokale Landwirtschaft. Der Herr ist schon über 70, hat kaum noch Zähne, ist aber sehr fit. Statt in Rente zu gehen läuft er jeden Tag einige Kilometer den Pfad entlang um nach seinen Ländereien zu sehen. Die sehen eigentlich nur aus wie ein Stück Urwald. Sowas wie Felder in Monokultur gibt es hier nicht. Wenn man es nicht wüsste würde man denken die Bananen am Wegesrand wachsen wild. Nachdem wir wieder auf dem Boot sind lassen wir den Tag ausklingen und bereiten uns für die Weiterfahrt am nächsten Morgen vor.

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Portsmouth Bucht von oben
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Johanna und Stefan auf Endeckungstour

 

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Ein Gedanke zu “Johannas Tagebuch 27.01.-31.01.2017 Action auf Dominica, Teil 2

  1. Hallo Johanna, jetzt habt Ihr schon so oft vom Rumpunsch gesprochen nun wollen wir aber mal das Rezept haben. Vielleicht können wir ja das Gefühl ein wenig nachvollziehen. Hellau aus Kölle !!
    Conny und Steffen

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