Johannas Tagebuch 23.12.-27.12.2016 Christmas in Carlisle Bay

Mittags werfen wir den Anker zwischen der Bonaire und der Blue Zulu. Wir kennen fast alle Boot die hier ankern, die meisten sind mit uns über den Atlantik gesegelt. Die erste Schildkröte begrüsst uns, als wir den Anker abtauchen. Wir sind ganz aufgeregt, aber anscheinend wimmelt es hier nur so von den niedlichen Tieren. Die nächsten Tage schnorcheln wir immer wieder mit ihnen gemeinsam und beobachten sie beim Grasen.

Am 24. ist Heiligabend. Gemeinsam mit der Richard Parker und der Anyway wollen wir am Strand des Yachtclubs feiern. Es ist ein toller Abend. Als Vorspeise gibt es original importiertes Schweizer Käsefondue vom Camping Kocher. Ich habe dazu frisches Baguette gebacken, das deutlich besser dazu passt als das lokale Papp-Brot. Danach werfen wir den Grill an. Es gibt Rindersteaks und Würstchen mit selbstgemachten Salaten. Als Nachtisch hat Vera einen unglaublichen Schokokuchen mit flüssigem Kern gebacken. Es ist ein Festmahl. Auch das Ambiente ist super. Wir können die Tische und Stühle vom Yachtclub nutzen und schmücken die Bäume unter denen wir sitzen mit stimmungsvollen Lampions. Eine kleine Bescherung innerhalb der Good Times Crew gibt es auch. So klönen wir ganz gemütlich bis spät abends.

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Glückliche Christkinder
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Käse Fondue mit selbstgebackenem Brot – Vorspeise
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Hauptspeise unter Lampions

Am nächsten Tag geht es weiter. Die britischen Crews feiern ja traditionell erst am 25. und organisieren deshalb ein Potluck zu Mittag. Wir machen es uns wieder am Strand des Yachtclubs gemütlich. Dieses Mal sind wir bestimmt 20 Leute und es gibt ein grandioses Buffet. Mit traditionellem gebackenem Schinken und gegrilltem Schwertfisch, Purree von Yam (eine lokale Wurzel die schmeckt wir Kartoffel), gebackenem Kürbis, Wassermelonen Salat mit Feta und diversen leckeren Kuchen zum Nachtisch. Wir sitzen bis zum Sonnenuntergang zusammen. Als wir zurück zum Boot kommen, wollen wir noch schnell ein paar Dinge erledigen bevor es dunkel wird. Das Fock Fall muss gekürzt und der Flicken ersetzt werden. Als Stefan das Fall mit dem Segelmesser absäbelt schneidet er sich böse in den Finger. Er blutet alles voll und ich hechte unter Deck um die Sachen für einen Druckverband zu holen. Gott sei Dank bekommen wir die Blutung schnell in den Griff und können desinfizieren und verbinden. Was ein Schreck. Mal wieder eine Aktion nach dem Motto: Noch schnell schnell was erledigen. Das geht meistens in die Hose. Pete und ich ziehen die Fock wieder hoch bevor wir uns alle unter Deck verziehen.

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Am 26. Dezember wird gearbeitet. Nach dem Aufstehen ziehen die Jungs mich in den Mast und ich mache mich daran, die Funk Antenne wieder einsatzfähig zu machen. Mit zwei Rohrzangen drehe ich sie so fest ich kann in die Halterung. Das war der einfache Teil. Danach muss ich die Rückstände vom Panzerband irgendwie weg bekommen. Obwohl ich Bremsenreiniger mit oben habe (das beste Lösungsmittel das es gibt) klebt das Küchenpapier mehr am Mast als dass es die Spuren beseitigt. Nach fast einer Stunde und einer verlorenen Küchenrolle ist es so gut es geht geschafft. Ich spüre meine Beine nicht mehr, mache aber trotzdem noch schnell ein paar Bilder von der Ankerbucht. Als ich unten bin bin ich todesfertig. Ich muss mich erst mal ausruhen, bevor wir andere ToDos des Tages abarbeiten. Als alles erledigt ist fahren wir mit dem Kontrollboot zum Yachtclub und gönnen uns einen leckeren Lunch. Ich habe Flying Fish Sandwich, eine Spezialität aus Barbados. Tastes like Chicken. Im Anschluss spazieren Stefan und ich eine Runde am Strand entlang, zur anderen Seite der Bucht. Hier wollen wir unsere restlichen Barbadian Dollar verflüssigen. Der Rum Punch in der Pirates Cove hat einfach Tradition. Und wen treffen wir da? Wie so oft die Richard Parkers. Da wir zwei Crews anscheinend oft die gleichen Tagesordnungspunkte haben entscheiden wir, am nächsten Tag gemeinsam weiterzusegeln.

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Nach fast einer Stunde im Mast muss noch Zeit bleiben für ein paar Fotos

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