Johannas Tagebuch 16.12.-23.12.2016 – Barbados Careenage Marina

Am Tag nach der Party verlegen wir in die Careenage Marina, das Hafenbecken mitten in Bridgetown. Wir sind kaum wach als es klopft. Andy, der lokale Ansprechpartner für Alles, holt Stefan ab um den Hafen zu besichtigen. Wir haben alle einen einigermaßen dicken Kopf. Ich mache in der Zeit eine Maschine Wäsche für 20 Dollar. US Dollar! Dafür ist das Wasser kalt. Naja, immerhin haben die Laken mal was Anderes gesehen als Salzwasser und riechen gut. Als Stefan gegen halb elf wiederkommt hat er einen Becher Rum Punsch in der Hand. Ich glaube ich seh nicht richtig. Der erste Gang mit Andy morgens um neun war wohl in die Bar seines Vertrauens. Der Rum Punsch wird ToGo genommen, welcome to the carribean. Gegen elf legen wir ab, trotz Konter Rum Punsch laufen die Manöver souverän. In der Marina angekommen jagen wir uns ein paar Bier und Eiswürfel im Supermarkt und trinken Anleger. Das Ziel ist ja, mindestens drei Tage am Stück zu feiern. Und das tun wir auch. Die Jungs sitzen abends bis ultimo im Cockpit und trinken Gin Tonic. Ich halte nicht so lange durch. Die nächsten Tage verlaufen ähnlich. Ausser ein bisschen persönlicher Körperpflege mit Haare und Bärte schneiden lassen wir das Chaos an Bord Chaos sein. Der Salon ist voll mit Zeug, aber wir halten uns ja eh nur draussen auf. Das entspricht ja eigentlich gar nicht meinem Naturell. Erst nach ein paar Tagen fange ich langsam an, mal das Bad zu putzen oder die Teppiche auszuschlagen.

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Careenage Marina, mitten in der Stadt. Viele Boote unserer Flotte und die kleine Good Times mitten drin (verdeckt).
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Gin Tonic abends  Cockpit

Morgens wachen wir früh auf. Die Sonne geht schon kurz nach sechs auf und um sieben ist das Leben in vollem Gange. Wir bleiben zwar noch ein bisschen liegen, sitzen aber spätestens um halb neun mit frischem Kaffee im Cockpit. Mittags gehen wir ein bisschen in die Stadt und essen irgendwo eine Kleinigkeit. Gegen drei oder vier geht es dann zum Strand. Dort trifft man sich und geht eine Runde schwimmen. Schwimmen kann man es eigentlich nicht nennen. Wir treiben mehr im Wasser rum. Eine Horde erwachsener Menschen. Statt im Cafe zu sitzen und zu quatschen sitzen wir im angenehm warmen Wasser. Pünktlich zum Sundowner hat man sich in den Strandduschen frisch gemacht und angezogen. (Die Strandduschen sind unsere einzige Duschmöglichkeit. Es gibt immerhin Kabinen. Haare waschen und kuren ist unter dem Piesel Wasserstrahl allerdings ein Geduldsspiel) Dann sitzen alle mit einem Rum Punsch in der Hand im Sand. Meistens bleibt es nicht bei einem. Wenn es gegen sechs dunkel wird löst sich die lustige Runde dann langsam auf und es wird zu Abend gegessen. Ab und zu trifft man sich danach noch mit seinen Lieblingscrews auf einen Wein oder ein Bier an Bord. Oder auf die Siegerzigarre, die Dominique uns und den Anyways vor der Abfahrt in Teneriffa geschenkt hat. Es wird früh dunkel und gegen neun ist der Tag oft schon langsam zu Ende. Die berühmte Sailor’s Midnight, es gibt sie wirklich.

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Ferig für den Sundowner
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Ein Teil der täglichen Strand Community
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Die Jungs mit der Sieger Zigarre

Essen in der Karibik ist so eine Sache. Gute Restaurants sind ziemlich teuer, vor allem Abends. Wenn man spät noch raus will haben einige Läden schon zu. Die Auswahl ist also eher gering und wir enden oft in Fast Food Läden. Ich war in meinem ganzen Leben noch nicht so oft bei Burger King wir in diesen zwei Wochen. Aber egal, nach vier Wochen gesundem Essen auf See hauen wir uns gerne mal den ein oder anderen Burger rein.

So laufen die Tage dahin. Wir erkunden die Stadt oder fahren auch mal mit den Richard Parkers mit dem Bus ein paar Orte weiter zum Schnorcheln. Bus fahren an sich ist schon ein Erlebnis. Auch da muss natürlich die lokale Beach Bar getestet werden. Ist auch gut. Emily von der Bonaire hat sonntags Geburtstag. Sie dealt mit der Beach Bar, dass sie uns ein paar Tische zur Verfügung stellen und veranstaltet ein lustiges Potluck. Das heißt, dass jeder etwas zu Essen mitbringt und alles geteilt wird. Bei so vielen Crews aus verschiedenen Ländern kommt da eine leckere Mischung zusammen. Mit bestimmt 30 Leuten feiern wir bis „Mitternacht“. Es ist wirklich super, so viele nette Crews zu kennen, die alle an einem Ort sind. Das ist wirklich ein Vorteil, wenn man an einer Rally teilnimmt.

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Potluck am Strand

Nach ein paar Tagen in der Marina mitten in der Stadt haben wir langsam genug. Es ist nachts ziemlich laut, es gibt Horden von Mücken und das Hafenbecken ist völlig verdreckt. Um aufs Boot zu kommen muss man jedes Mal heftig an der Leine ziehen und mit einem mutigen Satz über den Bugkorb hechten. Für mich kleine Person alleine kaum zu machen. Wir melden uns also zur Brückenöffnung an und verlegen gemeinsam mit ein paar anderen Booten in die Carlisle Bay zum Ankern.

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Ein Gedanke zu “Johannas Tagebuch 16.12.-23.12.2016 – Barbados Careenage Marina

  1. Wieder nett zu lesen. Genießt weiter das Traumrevier. Wir warten gespannt auf den nächsten Bericht.
    Liebe Grüße aus dem frostigen (-6°C) Langenfeld
    Mama und Papa

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