Geschichten aus Galizien Teil 1

Wir sind jetzt zwei Wochen in Spanien, genauer gesagt Galizien. Ich war mit Ausnahme von Barcelona noch nie auf dem spanischen Festland und hatte keine bestimmten Erwartungen ausser schönem Wetter und gutem Essen. Beides war in England eher schwierig. Zwei Wochen fühlen sich in unserer jetzigen Zeitrechnung irgendwie nicht lange an, reichen aber bereits, dass ich ein großer Fan von Nordspanien geworden bin. Klar eigentlich, denn verglichen mit unserem „normalen“ Leben entsprechen zwei Wochen dem großen Jahresurlaub, zu dem wir unsere Chefs einmal im Jahr überredet haben. Und auch damals konnten wir schließlich nach einem Urlaub sagen ob es uns das Land oder die Stadt gefallen hat oder nicht. Heute fühlt es sich jedoch komisch an, sich bereits nach zwei Wochen eine Meinung zu bilden.

Erwartungsgemäß passen Wetter und Essen. Sonne, blauer Himmel, 25°. Das Essen ist fantastisch und für die Qualität preislich unschlagbar. Die Tapa zwei Euro. Das Hauptgericht zehn. Gleiches gilt für den Rotwein. Wir konnten es kaum glauben, als auf der ersten Restaurant Rechnung das Glas mit 1€ und Bier mit 1,20 € standen.

Auch seglerisch ist Galizien großartig. Vorbei die Zeiten als Strömungen und Hochwasserzeiten die Routenplanung bestimmt haben. Beides kann man hier normalerweise ziemlich entspannt vernachlässigen. Man merkt auch, dass in Spanien der Segelsport noch nicht so verbreitet ist. Charterboote sahen wir noch keine. Die meist leeren Häfen sind von französischen Flaggen  dominiert. Statt einem Hola wird man auf den Stegen mit Bon Jour begrüsst. An Nummer zwei kommen die Briten. Deutsche Flaggen sieht man selten.

Buchten gibt es viele. Eine schöner als die andere und meist steht im Revierführer „Good Shelter, excellent holding on sand“. Einen Platz haben wir bisher auch immer gefunden. Ganz anders als im Mittelmeer. Einziger Nachteil. Die Wassertemperaturen. Mehr als 16-18° hat unser Thermometer noch nicht angezeigt. Für mich deutlich zu wenig. Norddeutsche und skandinavische Crews sind nicht so wählerisch und schwimmen schmerzfrei durch die Buchten. Der Spanier auch. Er trägt jedoch einen Ganzkörper Neoprenanzug.

Was mich am nachhaltigsten an Galizien begeistert hat sind jedoch die Menschen. Davon mehr in Teil 2.

Stefan

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5 Gedanken zu “Geschichten aus Galizien Teil 1

  1. Ahoi Ihr Zwei ! Einfach herrlich Euren Beschreibungen zu folgen.
    Man wird direkt ein wenig neidisch. Obwohl unser Wochenende am Rursee auch sehr schön war. Der YCR hatte sehr gute Steaks im Angebot. Das haben wir am Montag ausgenutzt. Erst schön segeln und dann nachts wieder zurück an den Steg tuckern. Das ist unser kleines Paradies. Nicht zu vergleichen natürlich. Aber am Dienstag Abend zum Sonnenuntergang gab es selbstgemachten Eierlikör von Renate. das war der Hammer !
    Macht weiter so und werdet nicht Müde von Eurer Reise zu berichten.
    Hier ein Tipp an Stefan – Vor dem Abschrauben den Ölfilter in eine Plastiktüte stülpen. So kann fast nichts vorbeilaufen.
    Viele Grüße aus der Heimat – Steffen ( Grüße habe ich ausgerichtet )

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    1. Hi Steffen,

      die Tour inklusive Steaks zum YCR haben wir auch schon öfter gemacht. Haben nach ein paar Weizen aber dann meist dort übernachtet 😉

      Den Tipp mit dem Ölfiter hatte ich auch probiert … hätte vorher aber mal checken sollen ob in der billigen Plastiktüte vom Supermarkt nicht vielleicht ein Loch ist.

      Viele Grüße in die Eifel. Stefan

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  2. Genuss! Entspannung! Frieden. Herrlich! Ich gönne es euch von Herzen und wenn ich den Text lese, geht’s mir sogar im Büro etwas besser, weil ich es mir so unglaublich schön dort für euch vorstelle 🙂
    Auf dass ihr in einen weiteren, schönen, entspannten Tag starten mögt mit lieben Grüßen aus „Trostlos“ von einer Wochenendreifen!

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  3. Jepp, genauso haben wir es auch empfunden 😃 je öfter ich in Spanien bin, desto mehr werde ich Fan davon. Noch ein paar Tage und wir überqueren wieder die Grenze, diesmal allerdings im Süden 😉 LG von der Algarve, Siri

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