Soooooommmeeeeerrrrr

Endlich! Wir wussten schon gar nicht mehr wie sich das anfühlt seit wir letztes Jahr August mit den Fahrrädern im Biergarten waren. Kurze Hose, T-Shirt, Sonnebrille, … ok auch Sonnencreme.

Wir sind jetzt in Dartmouth. Am östlichen Ende von Cornwall, oder doch noch Devon? Egal. Es ist wunderschön hier. Der Sommer ist da und wir genießen das Leben an Bord.

Als wir letztes Wochenende in Portsmouth einlaufen ist alles noch grau in grau. Auch die Überfahrt von Brighton war alles andere als eine Kaffeefahrt. Am nächsten Morgen jedoch. Strahlendes blau am Himmel und karibisches Türkis im Wasser des Solent. Nach den anstrengenden Törns der letzten Woche freuen wir uns auf einen kurzen Schlag. Nach Cowes. DEM Segelmekka Englands. Mitten auf der Ilse of Wight. Dass wir dort am ersten wirklichen Sommer(sams)tag keinen Platz mehr bekommen, hätte uns eigentlich klar sein können. Weiter nach Yarmouth. Auch hier Krieg im Hafen. Wir bekommen den wahrscheinlich letzten Platz. Im Päckchen neben einem wirklich kleinen Boot, das einfach zwischen zwei Eisenpfähle geknotet wurde. Abenteuerlich. Aber, funktioniert. Und Yarmouth ist wirklich schön!

Für den Montag meldet der britische Wetterdienst Ostwind. Unglaublich! OSTWIND! Aber nur für zwei Tage. Ciao Solent. Auf nach Cornwall. An den Needles vorbei segeln wir nach Westen, direkt durch die „Fire Practicing Area“ der Royal Navy. Spannend. Auf der Ostsee werden die Schießgebiete der Marine bei jeder Übung gesperrt. Der Brite ist hier entspannter. Man kann jederzeit durchsegeln, geschossen wird trotzdem. Schon ein bisschen unheimlich wenn man auf See abwechselnd Flakgeschütze oder MG Feuer hört. Getroffen wurden wir zum Glück aber nicht.

Über die Lyme Bay vom Solent nach Dartmouth sind es ca. 90 Meilen. Mit Wind von hinten macht die Nachtfahrt richtig Spass. Es ist warm, wir haben Vollmond und die Sterne strahlen. Die ganze Nacht ist kein anderes Schiff in Sicht. Morgens laufen wir in den River Dart ein. Dartmouth, direkt an der Mündung ist einer der Hotspots und wirklich wunderschön. Wir liegen an einem Ponton ohne Landzugang. Endlich ein Grund unser Kontrollboot und den neuen (gebrauchten) Aussenborder einzuweihen. Da wir hier auch keinen Strom haben schlägt die Stunde von ANDIE (autarke, nachhaltige, direkte Energieversorgung), unserem neu installierten Solarpanel. Ein großartiges Gefühl. Irgendwie aus dem Nichts Energie für Kühlschrank, Laptop und Licht zu produzieren.

In Dartmouth gefällt uns neben dem pittoresken River Dart vor allem das Dolphin. Den Pub haben wir schon am ersten Abend entdeckt und sind nach zwei Tagen bereits Stammgäste. Hier trifft sich Segler, Fährkapitän, Handwerker und Hafenarbeiter zu wirklich gutem Bier, Cider und großartigem Pub Food. Den Burger und die Muscheln können wir auf jeden Fall empfehlen.

An den Sommer haben wir uns jetzt gewöhnt. So kann es für die letzten Tage in England weitergehen bevor wir den Sprung über die Biskaya in den Süden wagen.

Stefan

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2 Gedanken zu “Soooooommmeeeeerrrrr

  1. Na, das liest sich doch schon viel freundlicher, aber habe ich es nicht gesagt, wir haben jetzt auch Urlaub und sind auf dem Weg in die Hanö-Bucht, da muss das Wetter einfach gut sein!

    Euchnweiterhin viel Spaß!

    Die Crew vom Tummetott ⛵️

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    1. Seit einer Woche haben wir jetzt – mit Ausnahme von heute – endlich Sonne gehabt. Ab morgen dann noch ein dickes Hoch. Starten dann Richtung Biskaya. Wahrscheinlich aber über Brest.

      Hanöbucht? Habt ihr es etwa bis Ostschweden geschafft? Oder verwechsele ich da was. Wünschen euch eine gute Zeit und noch sonnige Urlaubstage

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