Leinen sind los!

Endlich. Irgendwann ist der Zeitpunkt gekommen an dem die Vorbereitungen ein Ende haben müssen. Fertig wird man sowieso nie. Umso wichtiger ist es, nach den letzten Wochen der Vollzeit-Vorbereitung, endlich wieder was Anderes zu machen. Nämlich Lossegeln. Nicht jeden Morgen im gleichen Hafen aufwachen. Nicht von morgens bis abends den Kopf in die dunkelsten Ecken des Bootes stecken. Sondern die Nase in den Wind halten und die Sonne im Gesicht spüren. Wir haben unsere Vorbereitungen und die Abreise nicht im Detail durchgeplant, sondern uns nur grobe Meilensteine gesetzt. Aber dieser Plan ist ziemlich gut aufgegangen. Eigentlich hat alles so funktioniert wie wir uns das grob vorgestellt haben.

Letzten Samstag ist es dann soweit. Wir verlassen Heiligenhafen. Unsere Eltern stehen am Steg und winken. Die ein oder andere Träne können sich die Meisten nicht verkneifen. Rasmus meint es tatsächlich gut mit uns. Strahlend blauer Himmel, 25 Grad und 3 Windstärken aus Ost. Bessere Bedingungen kann man sich nicht wünschen. Die Laune an Bord ist dementsprechend großartig.  Obwohl es schon ein komisches Gefühl ist. Die Leinen loszuwerfen und das symbolische Band zur Heimat zu zerreißen. Besonders der Gedanke daran Freunde und Familie für lange Zeit nicht zu sehen macht uns dann doch zu schaffen.

Heute sind wir 5 Tage unterwegs, weniger als ein kurzer Sommerurlaub. Und komischerweise fühlt es sich im Moment noch genau danach an. Noch gar nicht nach Langfahrt. Liegt es daran, dass wir alle Häfen bisher schon kennen?  Sind 5 Tage einfach noch zu wenig Zeit um die Veränderung zu realisieren? Oder gibt es diese radikale Veränderung garnicht? Vielleicht kommt sie schleichend. Jeden Tag ein bisschen mehr…

Stefan

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